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Herkunft und Gebrauch |
Das Alphorn diente anfänglich als Kommunikationsmittel über weite Distanzen. So sammeln und rüsten sich z.B. die Entlebucher Bergbauern unter den Klängen des Alphorns zum Bauernkrieg 1653. Aber
auch als Lock- bzw. Rufinstrument für Kühe auf den Weiden und nicht zuletzt
zum persönlichen Vergnügen wird das Naturhorn auch heute noch mit
Begeisterung geblasen. Lange Zeit fast in Vergessenheit geraten, hat sich
dieses Hirteninstrument aber kaum verändert und so bis heute seinen
urtümlichen Charakter weitgehend bewahrt. |
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| Entstehung |
Oft stellen sich Zuhörer
vor, das Alphorn werde aus einem am Berghang krumm gewachsenen Baum
erstellt. In den frühen Jahren mag es wohl vorgekommen sein, dass
solche exotischen Versuche gemacht und einzelne "Baumröhren" erstellt
wurden. In der heutigen Zeit wäre ein solches Vorgehen, schon auf grund der
quantitativen Nachfrage nicht mehr möglich. Zudem verlangt das immer öfters
praktizierte mehrstimmige Alphornspiel, identische Instrumente.
Diesem Anspruch versuchte schon 1975 Josef Stocker von Kriens, Luzern mit einer Bauserie von 10 Alphörner gerecht zu werden. Im Verlaufe der Jahr perfektionierte der gelernte Schreiner immer mehr seine Herstellunsmethode und erreicht damit eine erstaunliche Qualität und Quantität. Nur so konnte er der grossen in- und ausländischen Nachfrage gerecht werden. Heute sind die "Stockerhörner" auf der ganzen Welt zu finden. |
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Natürlich sind andere in- und ausländische Alphornbauer nicht zurück gestanden und produzieren in manueller und halbmaschineller Art und Weise Alphörner in höchster Qualität. Jedoch müssen immer noch viele Handgriffe und Verarbeitungsschritte manuell durchgeführt werden und verlangen viel handwerkliches Geschick. So ist doch jedes Alphorn ein Unikat und der anspruchsvolle Kunde sucht "sein" neues Alphorn mit "Herz, Auge und Ohr" aus. |
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Herstellung |
Basismaterial: - Oft Fichten- und Tannenholz - Pedigrohr (gespaltenes Bambus) zur Umwicklung der Rohre - Hart- und Edelholz für die Mundstücke Bauteile: - Hand-, Mittel-, Becherrohr und Mundstück Oft in 3 Teile zerleg- und transportierbar |
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Ton-Art: Sie ist längenabhängig: |
ca. 309 cm 390 cm 413 cm 320 cm 340 cm 360 cm |
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Ton-Stimmung: Das Ges-Horn verfügt über eine ausgewogene Balance zwischen rundem, weichen Wohlklang und Spielbeweglichkeit. Die Tonart Ges-Dur klingt sehr weich und warm. Das F-Horn klingt etwas voller und dunkler als das Ges-Horn. Es wird oft zusammen mit anderen in der Tonart F gestimmten Instrumenten geblasen. Das E-Horn klingt sehr reizvoll und interessant. Die strahlende Tonart E-Dur ist eine für Blasinstrumente ungewöhnliche Tonart. Die hohen Töne sind leichter erreichbar, dafür aber auch riskanter in der Ansprache. Das Es-Horn hat einen sehr mächtigen, runden Klang. Es ist leicht, hoch zu blasen, ist aber ziemlich unbeweglich und risikoreich. Es eignet nur für eine relativ langsame Spielweise. Das As-Horn ist sehr hell und beweglich. Mit einem kleinen Mundstück geblasen tönt es sehr schnell hart, fast wie eine Trompete. Im Jahre 1976, vom Pepe Lienhard Sextett gespielten Stück "Swiss Lady" (Text u. Musik von Peter Räber), spielte Mustafa Krieger die Alphornmelodie mit einem As-Horn. |
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| Neuere Literatur |
Das Alphorn, Vom
Lock- zum Rockinstrument, Ed. 1999 Brigitte Bachmann-Geiser, Verlag Haupt: Geschichte, Akustik, Funktionswandel, Ergologie, usw.
Für Selbstbauer ist dem Buch ein
Plan für Büchel- u. Alphornbau von Christian Schneider + Matthias Wetter
beigelegt. |
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| Das längste Alphorn der Welt |
Mit 47 m Länge hält
Josef Stocker zusammen mit einem Amerikaner den Weltrekord im längsten
spielbaren Alphorn |
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| Büchel |
Immer wieder wurden
Abwandlungen des einfachen Alphorns entwickelt. Einen festen Platz an
den Jodlerfesten hat sich aber nur der Büchel erobert:
Der Büchel wird in Längen von 250 cm = Ton-Art C oder 270 cm = Ton-Art B hergestellt und geblasen |
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Der Alphornbläser
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Genau so verhält es sich mit dem Alphorn. Dieses simple Holzinstrument ermöglicht es uns, Freude, Trauer, Temperament oder Ruhe und Frieden auszudrücken und anderen Menschen zu vermitteln. (Zitat: CH.S) |
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